Die Renovierung der Holzhey-Orgel im Münster Obermarchtal ist abgeschlossen
von Ulrich Höflacher

 




Die Orgel von Johann Nepomuk Holzhey im Münster von Obermarchtal ist eine der bedeutendsten Denkmalorgeln Süddeutschlands und wurde in den Jahren 2011
und 2012 mit großem Aufwand von der Orgelbauwerkstätte Johannes Rohlf aus Neubulach umfassend renoviert. Umfangreiche Quellenstudien und detaillierte
Befundermittlungen haben die Renovierung  begleitet und auf eine sichere wissenschaftliche Basis gestellt. Die Geschichte der Orgel ist nun gründlich aufgearbeitet
und die Arbeitsweise der Werkstätte von Holzhey ist uns vertraut. Durch erhebliche Substanzverluste bei der letzten Renovierung im vergangenen Jahrhundert
konnten aber nicht alle Detailfragen geklärt werden, so dass diese weiterhin offen bleiben müssen. Im Zweifelsfall war der Befund am Instrument maßgebend für die Instandsetzung,
wohl wissend, dass die „Handschriften“ verschiedener Orgelbauer, die die letzten 230 Jahre am Instrument gearbeitet haben, nicht immer auseinandergehalten werden können.
Es bewahrheitet sich immer wieder die Erkenntnis, dass man nur sieht, was man weiß.
Trotz manch offener Detailfragen ist Holzheys Meisterwerk nun wieder dem Originalzustand sehr nahe und ein bedeutendes Zeugnis für die Orgelbaukunst im Süddeutschland
des 18. Jahrhunderts. Zum Verständnis der Orgel soll ihre Geschichte im Überblick dargestellt werden.

 

Johann Nepomuk Holzhey
 
Johann Holzhey wurde am 26. Februar 1741 in Rappen bei Ottobeuren geboren und wurde vermutlich bei seinem Onkel Alexander Holzhey ausgebildet.
Nachhaltig beeinflusst wurde er von Karl Joseph Riepp, bei dem er als Geselle arbeitete. Ab etwa 1767 arbeitete Holzhey selbständig. Soweit wir heute wissen, baute der Ottobeurer Orgelmacher etwa 27 Instrumente neu und führte ungefähr 13 große Reparaturen und Umbauten aus. Zeitlebens unterhielt er seine Werkstatt in Ottobeuren. Er war drei Mal verheiratet und hatte zwölf Kinder. Der Orgelmacher verstarb am 18. September 1809 in Ottobeuren. In einem Nachruf wird er als „geschickter Künstler“ bezeichnet und hier erfahren wir auch seinen (angeblichen?) zweiten Vornamen „Nepomuk“. Seither hat sich in der Literatur die Namensnennung „Johann Nepomuk“ etabliert.
 
Holzhey hatte in der Regel immer Ordensgemeinschaften als Auftraggeber. Nach der Auflösung der Klöster 1803 im Zuge der Säkularisation brachen für Holzhey schwere Zeiten an. Alle finanzkräftigen Auftraggeber brachen weg. Die Arbeiten beschränkten sich nun auf Versetzungen von überflüssigen Klosterorgeln und erst im Jahr 1809 liefen Vorbereitungen für einen Umbau der Orgel in der Stiftskirche St. Gallen und einen Neubau in Dürmentingen.  Dabei verletzte sich der Meister am Daumen, es setzte sich eine Wassersucht an und durch Kurpfuscherei kam er dadurch zu Tode.
 

Holzhey in Obermarchtal
 
Der Orgelbau im ehemaligen Reichsstift Obermarchtal hat eine lange Tradition. Seit dem frühen 16. Jahrhundert sind Instrumente nachgewiesen[1].  Nach Weihe der neuen Klosterkirche 1701 stattete man das Gotteshaus zunächst mit kleineren Instrumenten aus. Schließlich schloss man 1777 Verträge mit dem angesehenen Orgelmacher aus Ottobeuren, der eine große Orgel auf der Westempore und eine Chororgel liefern sollte um den Kirchenneubau zu vollenden.
 
Holzhey wurde wohl von Ursberg empfohlen, das wie Obermarchtal ebenfalls Prämonstratenserstift war. Dort baute der Meister zwischen 1775 und 1778 eine neue Haupt- und Chororgel. Man war anscheinend mit den Arbeiten zufrieden und nach seinem Auftrag in Obermarchtal arbeitete seine Werkstatt auch für die Prämonstratenserabteien Weißenau, Rot an der Rot und Roggenburg[2].
 
Neben reinen Wartungsarbeiten wurde die Orgel in Obermarchtal immer wieder dem Zeitgeschmack angepasst, vor allem im klanglichen Bereich. Alle Quellen wurden anlässlich der Renovierung noch einmal überprüft und neue erschlossen. Manche Fragen konnten aber nicht gelöst werden, weil die Quellen nicht so reichlich sprudeln, wie man sich das wünscht[3].
 
Für das 18. Jahrhundert ist die Quellenlage schlecht. Vermutlich wurden viele Akten durch die Säkularisation vernichtet. Die Quellen fließen erst reichlicher nach 1803, als dem fürstlichen Haus Thurn und Taxis das Stift zugesprochen wurde und es nun eine straffe Verwaltung gab. Deshalb sind Veränderungen an der Orgel seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts gut nachvollziehbar. Schlecht dokumentiert ist hingegen die Renovierung  in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Bei dieser Instandsetzung wurde sehr viel an der bis dahin großteils original erhaltenen Orgel verändert, ohne die Arbeiten zu dokumentieren.
 
Die Orgelarbeiten beginnen mit dem Bau der Hauptorgel 1778. Bisher ist man davon ausgegangen, dass zunächst die Chororgel in Angriff genommen wurde, was aber eindeutig zu widerlegen ist. Auf die falsche Fährte lockte eine Inschrift am Spieltisch, auf der fälschlicherweise der Orgelbau in die Jahre 1782 bis 1784 datierte wurde. 
 
Ein erster Vertrag wurde schon 1777 geschlossen, aber die Gehäusegestaltung 1778 noch einmal verändert. Das Gehäuse wurde im Rokoko-Dekor erstellt, damals schon etwas altmodisch. Die Chororgel hingegen, fünf  Jahre später ausgeführt, zeigt moderne klassizistische Formensprache. Im August 1779 war die Balganlage auf dem Dachboden fertig geworden und das Gehäuse aufgestellt. Im Jahr 1780 erhielt Holzhey 132 Gulden Douceur und eine silberne Tabaksdose im Wert von 22 Gulden sowie Wein für 9 Gulden. Im Wesentlichen scheinen also die Arbeiten Ende August 1780 abgeschlossen worden zu sein. Restarbeiten fielen aber noch 1783 an. Der Orgelbauer lackierte im August die Pfeifen und stimmte sie rein. Auch war die Orgel „laut quittung vollkommen bezahlt“.
Der Bibliothekar Johann Nepomuk  Hauntinger vom Stift St. Gallen lobte Haupt- und Chorogel kurz darauf überschwänglich. Er schrieb in sein Tagebuch:  „Die zwei Orgeln, die größere besonders, welche Herr Holzhey eben aufsetzt, sind unvergleichlich schön, und die Zungen und die Flötenwerke darin mögen wohl ihresgleichen suchen.“[4]  
 
Schon 15 Jahre später wurde das Stift aufgehoben und es wurde Schloss der Fürsten von Thurn und Taxis.
 

Die Geschichte der Orgel im 19. und 20. Jahrhundert
 
Die fürstliche Verwaltung ließ im Jahr 1867 die erste größere Reparatur durch Orgelbauer Ebermeyr aus Ellwangen ausführen. Dabei wurde zum ersten Mal die Disposition der Orgel aufgezeichnet. Ebermeyr setzt statt des Registers Vox humana 8’ das Register Dolce 4’ im dritten Manual ein. Das Salicional im zweiten Manual wurde in der tiefen Oktave ausgebaut. Ferner repariert er die Windladen, die Mechanik und die Balganlage. Ebermeyr hatte die Orgel  in den kommenden Jahren in Pflege, anschließend Orgelbauer Scheffold aus Biberach.
 
Etwa ab 1890 besorgte die Orgelbauanstalt Gebrüder Späth aus Ennetach die notwendigen Wartungsarbeiten. Auf Anregung der Firma wurde 1896 ein neues Gebläse neben der Orgel auf der Empore gebaut und die sechs alten Blasbälge, die auf der Kirchenbühne standen, wurden abgebrochen. Zudem wurde das Register Gamba 8’ durch ein neues ausgetauscht. 

 



Weitere Verluste an der Orgel sind 1917 zu beklagen, als die zinnernen Prospektpfeifen für Kriegszwecke abgeliefert werden mussten. Die Firma Späth ersetzte 1919 alle noch verbliebenen sieben Zungenregister aus Holzheys Werkstatt durch neue. Im Jahr 1936 schließlich installierte die Firma einen elektrischen Antrieb an der Balganlage. Anschließend aber wartete die Firma Reiser aus Biberach die Orgel.
 
Eine neuerliche Reparatur erfolgte 1936. Unter anderem wurde das Pedal auf 27 Töne vergrößert und die Register Nasat 22/3’ und Hörnle 2’ wurden in der Mensur erweitert. Ferner wurde das Register Dulciana 8’ durch ein neues ersetzt und für dieses ein Schwellkästchen eingerichtet.
 
Wenn man die Geschichte der Orgel bis etwa 1940 überblickt, stellt man fest, dass das Instrument die vorangegangenen 160 Jahre weitgehend im Originalzustand überdauert hat. Verlorengegangen sind alle Zungenregister, die Register Gamba 8’ und Dulciana 8’, die Balganlage und etliche Windkanäle. Alle übrigen Teile stammten noch aus Holzheys Werkstatt. Die Originalsubstanz war somit sehr hoch. Hans Reiser schrieb am 30. April 1948 an die Fürstliche Thurn und Taxis’sche Rentkammer: „Das Orgelwerk hat schon ein ansehliches Alter hinter sich und finden wir seinesgleichen nur in ein paar Einzelfällen (...). Es ist bei uns im Orgelbau zu normalen Zeiten üblich, dass alle 10 Jahre eine Generalüberholung einer jeden Orgel notwendig wird“[5]. Diese Generalüberholung ließ tatsächlich nicht lange auf sich warten.
 

Die Instandsetzung der Orgel 1961
 
Grundlage dafür war ein Leistungsverzeichnis von Dr. Walter Supper vom Landesdenkmalamt in Stuttgart, aufgestellt am 4. 9. 1957. Darin heißt es zwar: „Die Orgel soll dem Originalzustand so weit als möglich nahegebracht werden“[6], doch trotz der angestrebten behutsamen Vorgehensweise  brachte diese Reparatur den größten Verlust an originaler Substanz in der Geschichte der Orgel. Die gesamte Spieltraktur, die Mechanik des Spieltisches und die eichenen Tragstützen für die Windladen wurden ersetzt. Die Holzregister Viola 8’ und Copel 8’, anscheinend stark verwurmt,  wurden kopiert, die Register Cornet 3fach, Superoctav 2’ und Sexquialter 3fach in ihrer Zusammensetzung verändert. Der Labienverlauf der Prospektpfeifen in freier Phantasie neu konzipiert, die Windladen erhielten Ausgleichsbälge, um nur die wichtigsten Veränderungen zu nennen. Eberhard Kneer aus Munderkingen fasste die Orgel im Sommer 1961. Hinter dem Zierprospekt über dem Westfenster steht: „Diese Orgel wurde 1896 im Oktober mit Leimfarbe gestrichen. Gefasst wurde sie wegen den fehlenden Moneten nicht, schade. Karl Hamm, Maler“[7].   
 
Prof. Bernhard Ader, Orgelsachverständiger der Diözese Rottenburg-Stuttgart,  bewertet in einem Brief an das Bischöfliche Bauamt vom 28. März 1992 die Arbeiten folgendermaßen: „Die Hauptorgel auf der Westempore (...) sollte unbedingt restauriert werden. (...) Die letztgenannten Maßnahmen als ‚Restaurierung’ bezeichnen zu wollen wäre allerdings völlig verfehlt, denn im Grunde geschah das Gegenteil: Wertvolle Originalsubstanz wurde sinnlos zerstört und durch fragwürdige ‚moderne’ Materialien und Bauweisen ersetzt“[8] .
 





Die Renovierung in den Jahren 2011 und 2012
 
Seit 1973 befindet sich die Klosteranlage im Besitz der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Zwar wurde die Notwendigkeit einer Renovierung anerkannt, aber zunächst einmal wurde das Instrument von der Firma Reiser noch einmal im Jahr 1992 instandgesetzt. Seit 2001 liefen konkrete Vorbereitungen einer Generalsanierung, die im Jahr 2012 ihren Abschluss fand. Federführend war Diözesanmusikdirektor Walter Hirt, dem eine Fachkommission zur Seite stand.
 
Ziel war es, die Orgel als klingendes Denkmal zu erhalten oder wieder in den Stand zu versetzen, die der Originalgestalt möglichst nahe kommt. Durch die Renovierung in den 60er Jahren wurde aber so viel Originalsubstanz vernichtet, dass nicht alle Widersprüche zwischen Befund am Instrument und den Quellen aufgeklärt werden können. Es bleiben manche Fragen offen.
 
Nicht geklärt werden konnte, wieviel Pfeifenreihen der Cornetbass hatte. Wie in anderen Quellen auch, schreibt Supper, der Cornetbass sei 4-fach, wobei der Terzchor fehle[9] . Tatsächlich sind aber fünf Pfeifenreihen heute vorhanden, die von Holzheys Hand signiert sind. Deshalb wurde nach dem Befund am Instrument renoviert und der Widerspruch zu den Quellen akzeptiert.
 
Nicht geklärt ist auch, ob die Schiebekoppel II-I zwei Züge hatte. Trotz intensivem Forschen  nach Photographien und anderen Quellen verlief die Suche ergebnislos.  Durch die Instandsetzung der 1960er Jahre sind alle Spuren beseitigt worden.
 
Die Vox humana im Echowerk hat bei allen anderen Holzhey-Orgeln zwei Registerzüge. Nur anscheinend in Obermarchtal nicht. Mangels Quellenbeleg und Bildmaterial wurde der Befund am Winkelbalken der Registertraktur als Renovierungsgrundlage herangezogen.
 
Ob die Türen im Echowerk vollständig geschlossen waren, muss offen bleiben. Die Ausführung der Türen lässt eher vermuten, dass die Türen ein durchbrochenes Gitter hatten. Aus der eingesetzten Gratleiste kann man aber auch den Schluss ziehen, dass die Türen des Echowerks vollständig geschlossen waren
 
Im Zuge der laufenden Renovierungsmaßnahmen waren auch manche Nachforschungen von Erfolg gekrönt. So konnte, wie schon erwähnt, die Erbauungszeit von Haupt- und Chororgel berichtigt werden. Ein weiterer bedeutender Fund ist eine Zeichnung der Orgel von 1896. Anhand der Zeichnung konnte man festlegen, wie der Labienverlauf der Prospektpfeifen gestaltet war[10].
 
Für die Rekonstruktion des Spieltisches war eine Photographie sehr aufschlussreich, die sich in der Orgelbildsammlung der Gesellschaft der Orgelfreunde erhalten hat. Durch dieses kleine Photo konnten die Form und die Zahl der Registerzüge wieder rekonstruiert werden[11].
 
Nicht zuletzt war ein Aufriss des Spieltischs von großer Bedeutung, der sich im Firmenarchiv der Orgelbauwerkstätte Reiser erhalten hat[12]. Ohne dieses Dokument hätte man weder die Kopplungsanlage noch die Ausmaße des Spieltisches sicher rekonstruieren können.
 
Nach der nun abgeschlossenen Renovierung zeigt sich das Instrument in hohem Maße als Beispiel für das Schaffen des Orgelbauers Johann Nepomuk Holzhey, das hoffentlich noch viele Jahre überdauern wird[13] .   
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Disposition der Holzhey-Orgel Obermarchtal nach der Restaurierung 2012
I. Hauptwerk C – f 3
1. Praestant 16´
2. Principal 8´
3. Mixtur 6f. 2´
4. Sexquialter 3f. 3´
5. Superoctav 2´
6. Nazard 3´
7. Octav 4´
8. Flöten 4´
9. Gamba 8´
10. Quintaden 8´
11. Viola 8´
12. Copel 8´
13. Cornet 3f. 3´
14. Trompet 8´
15. Claron 4´
 
II. Positiv C – f 3
16. Principal 8´
17. Cimbal 5f. 2´
18. Hörnle 2f. 2´ + 1 3/5´
19. Quint 3´
20. Octav 4´
21. Holflöten 4´
22. Siflöt 2´
23. Salicional 8´
24. Rohrflöten 8´
25. Unda maris 8´
26. Flautravers 8´
27. Fagott Baß 8´
28. Hautbois Disk. 8´
 
III. Echo C – f 3
 
29. Vox humana 8´
30. Cromorne Baß 8´
31. Schalmei Diskant 8´
32. Cornet Resi 4f. 4´
33. Flageolet 2´
34. Spizflöten 4´
35. Dulciana 8´
36. Nachthorn 8´
 
Pedal C – d 1
 
37. Violonbaß 8´
38. Cornetbaß 5f. 4´
39. Octavbaß 8´
40. Subbaß 16´
41. Bompard 16´
42. Trompet 8´
43. Claron 4´
 
Koppelzüge
– Tuttibaß (I/P)
– Positiv – Cupl (II/I) Schiebekoppel als Doppelzug
– Echo – Cupl (III/I)
 
Nebenzug
– Tremulant Echo




Stimmtonhöhe: a’ = 425 Hz bei 18°C

Temperatur nach Neidhardt, modifiziert nach Franz Raml
 
 

 
Dr. Ulrich Höflacher ist Musikwissenschaftler und stellvertretender Schulleiter am Kath. Freien Gymnasium des Bildungszentrums St. Konrad in Ravensburg. Seine Dissertation über den Orgelbauer Johann Nepomuk Holzhey war Grundlage für die Renovierung der Instrumente Holzheys. Seit über 40 Jahren ist er zudem Organist an der Holzhey-Orgel der ehemaligen Reichsabteikirche St. Peter und Paul in Weißenau, Stadt Ravensburg.
                   
 

 
 
[1]  Wolfgang Manecke und Johannes Mayr: Historische Orgeln im Alb-Donau-Kreis, in Ulm, Hayingen und Zwiefalten. Ulm, 1999. S. 101.
[2] Ulrich Höflacher: Johann Nepomuk Holzhey. Ein oberschwäbischer Orgelbauer. Ravensburg, 1987. Die grundlegende Arbeit gibt einen Einblick in das Gesamtwerk Holzheys. Bei der Bewertung und Datierung der Instrumente von Obermarchtal wird auf den vorliegenden Aufsatz verwiesen, der einige Angaben präzisiert und korrigiert.  
[3] Erschwerend kommt hinzu, dass die Akten des Reichsstifts Obermarchtal im Staatsarchiv Sigmaringen derzeit nicht zugänglich sind. Sie sind schon verpackt und sollen mit den übrigen Beständen im Fürstlichen Archiv Thurn und Taxis in Regensburg zusammen geführt werden. In Regensburg befindet sich der Großteil der Orgelakten und ist leicht zugänglich.
[4] Hauntinger, Johann Nepomuk: Reise durch Schwaben und Bayern im Jahr 1784. Hg. und eingeleitet von Gebhard Spahr. Weißenahorn, 1964. S. 140. Hauntinger irrte darin, dass Holzhey nicht die größere Orgel, sondern die Chororgel im Begriff waren „aufzusetzen“.
[5] Thurn und Taxis Zentralarchiv Regensburg: Die Orgeln in der f. Schlosskirche Obermarchtal 1896-1959. Nr. 1036.
[6] siehe Anmerkung 5.
[7] Thurn und Taxis Zentralarchiv Regensburg: Die Orgeln in der f. Schlosskirche zu Obermarchtal 1960. Nr. 1037.
[8] Orgelakten im Bischöflichen Ordinariat Rottenburg, Amt für Kirchenmusik, Obermarchtal
[9] Supper, Walter (Hg.): Der Barock, seine Orgeln und seine Musik in Oberschwaben. Berlin., Darmstadt , 1952. S. 106.
[10] Thurn und Taxis Zentralarchiv Regensburg, Plansammlung Obermarchtal J 343.03. Ich danke Herrn Dr. Styra für die Bereitstellung der Unterlagen.
[11] Die Orgelbildsammlung wird von Dr. Sixtus Lampl in Valley betreut. Ich danke Herrn Sixtus Lampl für die Überlassung der Bildtafel, die Dr. Walter Supper in den 1950er Jahren gestaltet hat.
[12] Ich danke Herrn Hans Peter Reiser sehr herzlich für das Entgegenkommen, die Zeichnung für die Rekonstruktion des Spieltisches zur Verfügung zu stellen. Es ist nicht selbstverständlich, dass in solch uneigennütziger Weise andere Kollegen unterstützt werden.  
[13] Der Aufsatz ist eine stark gekürzte Zusammenfassung des Artikels „Die Holzhey-Orgel“ in „Festschrift Holzhey-Orgel Obermarchtal, 2012, veröffentlicht vom Amt für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart. 
 
 
 

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